Übergangszeit vom Frühjahr zum Sommer

Maharishi AyurVeda Gesundheitstipps für das Frühjahr

Der Übergang in die neue Jahreszeit ist eine wichtige Phase für unsere Gesundheit. Mit zunehmender Wärme schmilzt das Kapha Prinzip, das sich im Frühjahr angesammelt hat und kann dadurch die typischen Kapha-Probleme verursachen, z.B. im Bereich des Immunsystems (Allergien, Erkältungskrankheiten, etc.).

Die Natur von Kapha im Frühjahr ist feucht und „erdig“. Manifestation, Wachstum, Stabilität und Zusammenhalt sind die dominierenden Qualitäten des Kapha Dosha. In unserer Physiologie drückt sich dies u.a. durch Schwere, mehr Stabilität und Trägheit („Frühjahrsmüdigkeit“) aus. Kapha ist auch hauptverantwortlich für den Funktionszustand unseres Immunsystems. Wenn Kapha sich nicht im Gleichgewicht befindet kommt es zu Störungen des Immunsystems: Infektionen (verbunden mit vermehrter Schleimbildung vor allem in den Atemwegen – HNO-Bereich, Bronchitis, Pneumonie) und allergische Erkrankungen (Heuschnupfen, Asthma bronch.). 

Allgemein bekannt sind die Frühjahrs-Entschlackungskuren. Einerseits hat die Ernährung während der Winterzeit (Vata-ausgleichend: süss/fett) zu vermehrter Schlackenbildung geführt, andererseits verstärkt die Trägheit und Schwere der Verdauung und des Stoffwechsels im Frühjahr diese Schlackenbildung im Organismus (Endo- und Exotoxine). Vom Standpunkt des Maharishi AyurVeda wird daher in dieser Jahreszeit eine leichte, warme Diät und Maßnahmen zur Stärkung der Verdauungskraft empfohlen. Dazu eignet sich u.a. das Trinken von Ingwertee (auf 1 l Wasser ca. 1 TL Ingwerpulver, bzw. ein Stück einer in kleine Scheiben geschnittenen frischen Ingwerwurzel; ca. 10 - 20 Min. kochen lassen; in eine Thermos füllen und schluckweise tagsüber trinken). In der Früh ein Glas lauwarmes Wasser mit 1 TL Zitronensaft und 1 TL Honig (kaltgeschleuderter Honig). Zur Stärkung der Verdauungskraft: vor den Hauptmahlzeiten 1 TL frisch gepresster Ingwersaft (Entsafter oder Knoblauchpresse), oder klein geschnittene Ingwerstücke mit Zitronensaft Honig und Steinsalz als Appetitanreger. 

Außerdem sind im Maharishi AyurVeda verschiedene Kräutermischungen empfohlen um den Stuhlgang zu fördern, die Verdauungskraft zu stärken und den Organismus zu entschlacken. In jedem Fall ist eine Konsultation bei einem ausgebildeten Maharishi AyurVeda Arzt sinnvoll um spezifische Empfehlungen, die auf den individuellen Zustand des Menschen zugeschnitten sind, zu erhalten (Link: Konsultationen). 

Wie schon erwähnt ist das Frühjahr die klassische Zeit für Entschlackungskuren. Die traditionelle Panchakarmakur ist im Maharishi AyurVeda empfohlen um Schlackenstoffe sanft aber gründlich aus dem Organismus auszuleiten (- was meistens mit einer Gewichtsreduktion verbunden ist) und um die 3 Doshas – die 3 Grundfunktionen des Organismus: Vata (Bewegung), Pitta (Stoffwechsel) und Kapha (Stabilität) wieder ins Gleichgewicht zu bringen (Link: Produkte).

Vergessen Sie nicht: Entschlackung heißt immer auch "geistig/seelisch" reinigen. Dabei spielt im Maharishi AyurVeda die regelmäßige Ausübung der Technik der Transzendentalen Meditation eine entscheidende Rolle (siehe Kopfleiste "Meditation/Yoga").


Ernährungsempfehlungen für die Frühjahrszeit:

Kapha-reduzierende Diät

Allgemeines:

Achten Sie auf Ihr Hungergefühl und richten Sie den Umfang Ihrer Mahlzeiten danach.
Früh und abends "warm und klein"; mittags, wenn möglich, Hauptmahlzeit

Menü-Vorschlag

Frühstück:
Warmes Getränk (z.B. Kapha Tee), getoastetes Brot mit Honig, rohes Obst (Apfel) oder Apfelkompott

Mittagessen:
Hauptmahlzeit; Getreide (Reis, Nudeln), Gemüse, Mung Dal (Huhn, Fisch)

Abendessen: Gemüsesuppen, getoastetes Brot

1,5 – 2 l warme Getränke/Tag (z.B. Kapha Tee, Ingwer Tee, heißes, abgekochtes Wasser)
Zwischendurch: Äpfel, Reiswaffeln, eingeweichte Rosinen

Bevorzugen

Generell:
 
Nahrungsmittel mit vorherrschend
scharfem, bitterem oder herbem Geschmack; 
Ausreichend warme Getränke

Speziell:
 
Milchprodukte
warme verdünnte Vollmilch, Lassi
Getreide und Dal
Gerste, Hirse, Buchweizen, Dinkel, Mung Dal - gelbe Linsen
Gemüse
Kohl, Sprossenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Karotten, Mangold, Spinat, Artischocken, Spargel
Obst 
reife Früchte
Äpfel, Granatäpfel, Trockenfrüchte: 
Rosinen und Feigen
Öle 
in kleinen Mengen
Sonnenblumenöl, Olivenöl, Ghee
Süßmittel
Honig (kaltgeschleudert)
Reduzieren

Generell:
 
Kalte, schwere und fette Speisen
Nahrungsmittel mit vorherrschend
süßem, saurem und salzigem Geschmack 

Speziell:
 
Milchprodukte
Käse, Topfen, Joghurt, Sauermilch, Sahne
Getreide
brauner Reis, neues Getreide (weniger als ein Jahr gelagert)
Gemüse
Gurken, Tomaten, Zuchini, Kürbis, Fenchel,
Hülsenfrüchte
Tofu
Obst
Bananen, süße Weintrauben, süße Melonen, Avocados, Aprikosen
Öle
alle Öle und Fette
Nüsse
alle Nüsse

Tipps und Rezepte für das Frühjahr (Kapha-Jahreszeit)


Frühling - Kapha

Von Mitte Februar bis Ende Mai dominiert in der Natur also auch im menschlichen Organismus das Kapha-Prinzip. Kapha ist die strukturgebende Kraft in Körper und Geist; es setzt sich aus den Elementen Wasser und Erde zusammen und besitzt die Qualitäten schwer, kalt und langsam. Daher arbeitet der Stoffwechsel im Frühjahr langsam, das Verdauungsfeuer ist träge - und das fördert die Bildung von Schlackenstoffen (Ama). Aus diesem Grunde empfiehlt Ayurveda im Frühjahr leichtverdauliche, warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen - je nach Hungergefühl: mittags die Hauptmahlzeit, sparsames Frühstück und Abendessen (- auch ausreichende körperliche Bewegung ist im Frühjahr besonders wichtig).

Für diese Zeit eignen sich besonders folgende Nahrungsmittel: leichte Reisgerichte (Bio-Basmatireis), Gerste, Hirse und Gemüse wie Rettich aller Arten, Weißkohl, Rotkohl, Fenchel (s. Rezeptteil) und Blumenkohl reduzieren Kapha. Man sollte weniger Salate als im Sommer essen und etwas schärfer als sonst würzen (außer für hitzige Menschen mit Pitta-Konstitution, sie sollten niemals sehr scharf würzen!). Auch Rettich eignet sich sehr gut als Salat oder Gemüse. Am Morgen, eine halbe Stunde vor dem Frühstück, heißes Wasser mit Zitronensaft und Honig ( Honig nicht über 40 Grad C erhitzen) zur zusätzlichen Entschlackung des Körpers trinken. Zu meiden sind alle schweren Gemüse wie z.B. Kartoffeln, Tomaten und Paprika, sowie zu viele Milchprodukte, im besonderen Käse aller Art.

Viele alte Kulturen haben bis zum heutigen Tag Reinigungszeremonien und -rituale bewahrt, weil der Frühling die Zeit ist, wo das Leben aufs Neue erwacht. In der christlichen Tradition gibt es vor Ostern die Fastenzeit, im Islam den Ramadan. Im Ayurveda werden für diese Zeit spezielle Reinigungskuren empfohlen (Maharishi Panchakarma). Eine Kur zu dieser Zeit gibt Kraft für das ganze Jahr.

Rezepte

1.
Ingwertee

1 Liter Wasser mit 4 Scheiben frischen, geschältem und gewaschenem Ingwer (à 5 mm Durchmesser) bei offenem Deckel auf ½ Liter Wasser einkochen lassen.

Das Ingwerwasser auf ca. 40 Grad Celsius abkühlen lassen und dann Honig dazugeben.

Kann über den Tag verteilt getrunken werden. Hilft besonders im Frühjahr Schlacken auszuspülen, das Immunsystem zu stärken und den Appetit anzuregen.

(Hitzige Menschen - Pitta-Konstitution - sollten nur wenig Ingwer und Honig verwenden, da sich sonst im Körper zu viel Hitze staut)
 

2.
Bad Emser Königliche Reissuppe (Für 2 Personen)

Zubereitungszeit: 30 bis 40 Minuten
Zutaten:
1 Tasse Bio-Basmatireis
16 Tassen Wasser
1-2 TL Ghee oder für die Veganer Bio-Olivenöl
1 EL frischen Majoran
1 EL Liebstöckel
1 EL Kerbel
1 EL glatte Petersilie
4 Msp. gemahlener Koriander
2 Msp. gemahlener Kreuzkümmel
1-2 Msp. Asafoetida
Salz

Zubereitung:

Reis waschen, mit 16 Tassen Wasser aufsetzen und bei offenem Deckel in einem tiefem Topf bei mittlerer Temperatur kochen lassen. Alle fünf Minuten mit Schneebesen durchrühren. Nach ca. 15 Minuten Kochzeit Ghee mit den Gewürzen in einer Pfanne erhitzen, zwei Schöpfer Reissuppe aus dem Reistopf nehmen und in der Pfanne etwa drei Minuten mitkochen: Anschließend alles wieder in den Reistopf geben. Am Ende Salz und frische Kräuter dazugeben.
Die Suppe ist fertig, wenn der Reis ganz weich geworden ist. Als Geschmacksvariation mit Vata-, Pitta- oder Kaphachurna abrunden.

Tipp 1: Um die Reissuppe kräftiger zu machen, können Sie auch 3 Esslöffel Mungdhal geschält von Anfang an mitkochen lassen. Dadurch wird die Reissuppe nahrhafter.

Tipp 2: Sie können auch, um diese leichte Suppe schmackhafter zu machen, am Anfang kleingeschnittenes Gemüse, wie Pastinaken, Karotten, Fenchel & Zucchini mitkochen lassen. Das verfeinert den Geschmack.


3.
Ayurvedisches Rettichgericht:
"Willy-Chillies-Rettichgericht" (für 4 Personen)

Zubereitungszeit 35 Minuten
Zutaten:
800 g Rettich/jede Sorte Rettich
4TL Ghee, oder für Veganer 4 TL Olivenöl
1TL Nigella/Schwarzkümmel
4 Msp schwarzer Pfeffer
2 Msp Asafoetida/Asant
4TL Jaggeryzucker (Ghur) Urrohrzucker
Steinsalz nach Belieben

Zubereitung:

Rettich waschen und schälen und mit einem Gurkenhobel fein raspeln. Ghee in einer tiefen Pfanne erhitzen und Gewürze mit dem Jaggery für ½ Minute gut anschwitzen. Nun den geraspelten Rettich zufügen und alles zusammen bei mittlerer Temperatur für ca. 3 Minuten gut anbraten. Ständig dabei mit einem Holzlöffel wenden. Eventuell etwas Wasser zugeben und nun Pfanne mit Deckel schließen. Ab und an mit einem Holzlöffel rühren und weiter dünsten lassen, bis das Gemüse nach ca. 20 Minuten gar ist. Zum Schluss mit Salz abschmecken und eventuell mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.


Viel Freude beim Nachkochen!


Die Abkürzungen:
EL = Esslöffel gestrichen voll.
TL = Teelöffel gestrichen voll.
Msp = Messerspitze

Tipp: Veganer können anstatt Ghee (geklärtes Butterfett) Olivenöl oder Sonnenblumenöl verwenden.

Rezepte aus dem Ayurveda Kochbuch "Himmlisch Kochen und Leben im Einklang mit dem Veda", Autor Frank W. Lotz.
 


 
Weitere Informationen: 

www.ayurveda-produkte.at
www.ayurveda-produkte.de/tipps
www.maharishi-ayurveda-shop.com
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