Redaktion Innenpolitik

NATO-Beitritt/Neutralität/innere und äußere Sicherheit

Presseinformation der Österreichischen Naturgesetz-Partei

"NATO - NEIN, DANKE!"

Bevor Entscheidungen getroffen werden, sollte die Frage des NATO-Beitritts Österreichs unabhängig von parteitaktischen Überlegungen und ohne unnotwendigen Zeitdruck von verschiedenen Seiten untersucht werden.

Die zentrale Frage lautet: Welche Maßnahmen führen zu einer höchstmöglichen Sicherheit und zur Erhaltung eines dauerhaften Friedens in Österreich und in Europa. NATO-Beitritt oder Erhaltung der Neutralität sind offensichtlich nicht die beiden einzigen Alternativen.

Im Bereich der Konfliktforschung und der "Friedenstechnologien" wurden in den letzten Jahren interessante neue Konzepte vorgestellt - mit dem Hauptaugenmerk auf der Verhütung von Gewalt und Vorbeugung kriegerischer Auseinandersetzungen. "Kriege", so sagt die Präambel der UNESCO-Charta, "entstehen im Geist des Menschen". Krieg ist somit kein unausweichliches Schicksal, sondern abhängig vom "Geist", d.h. vom Bewußtseinszustand der Menschen.

Streßzunahme hebt das Aggressionspotential

Es ist bekannt, daß Aggressivität, Gewaltbereitschaft und Kriminalität ganz allgemein in direkter Korrelation stehen mit dem Streßniveau bzw. der Streßtoleranz. Streß ist ein Phänomen, das den einzelnen Menschen aber auch eine Gruppe von Menschen, bzw. die gesamte Gesellschaft betreffen kann. Man spricht daher von individuellem und kollektivem Streß. Aggressive und kriminelle Handlungen nehmen zu, wenn das Streßniveau im Bewußtsein des einzelnen Menschen und/oder in der Umgebung zunehmen. Die Ansammlung von Streß in der Gesellschaft senkt das Toleranzniveau, hebt das Aggressionspotential und verursacht damit einen Anstieg von Gewalt und Kriminalität - und führt schließlich zum Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzungen.

Dauerhafter Friede wurde und wird nie durch militärische Macht und Waffengewalt herbeigeführt.

Unsere Geschichte ist eine Ansammlung von Beweisen für diese Aussage. Bilateralen Konflikten wurde üblicherweise durch Verhandlungen, Nichtangriffspakte, Friedensabkommen u.a. diplomatische Aktivitäten zur Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen vorgebeugt. Will man die historischen Ereignisse durchzählen, in denen Freundschaftsbezeugungen zwischen 2 Ländern in Militärinvasionen ausgeartet sind, so kommt man, laut statistischen Angaben, seit 1.000 v. Chr. weltweit auf ca. 8.000 Friedensverträge, wobei keiner im Durchschnitt länger als 9 Jahre gehalten hat.

Gewalt kann nicht durch Gewalt verhindert werden.

Anstatt zu versuchen, ein Land mit militärischen Mitteln zu verteidigen, bzw. einem Verteidigungsbündnis beizutreten, wäre es weitaus sinnvoller und auch wirksamer, eine Friedenstechnologie zu besitzen, die in der Lage wäre, Kriege und Konflikte von vornherein zu vermeiden. Das einzig wirksame neue Konzept einer sinnvollen Friedenspolitik besteht im Abbau von Streß im Bewußtsein des einzelnen Menschen und der Gesellschaft als ganzes. Darauf sollte sich ein modernes europäisches Sicherheitssystem primär stützen - und nicht auf Militärbündnisse im Stile der NATO.
 
Daß es bereits praktisch erprobte und wissenschaftlich abgesicherte Friedenstechnologien gibt, die auf der Basis von Streßreduktion und Aggressionsabbau wirksam sind, zeigen u.a. die Erfahrungen mit der Technik der Transzendentalen Meditation. Die TM-Technik (Orginalmethode nach Maharishi Mahesh Yogi) ist eine Yogatechnik mit einer jahrtausendealten Tradition. Mit über 500 wissenschaftlichen Arbeiten zählt sie zu den am besten überprüften und in ihren Auswirkungen abgesicherten Yoga-Methoden. Soziologische Arbeiten zeigen, daß durch die Anwendung der Technik der Transzendentalen Meditation, sowie Yoga-Fortgeschrittenenprogrammen, wie dem TM-Sidhi-Programm - einschließlich des Yogischen Fliegens, das kollektive Bewußtsein so stark belebt wird, daß Kohärenz, Harmonie und Positivität in der Gesellschaft zunehmen. Gleichzeitig werden Streß, Gewaltbereitschaft, Negativität und soziale Spannungen vermindert. Dieses Phänomen wird in der Wissenschaft als 1%-Effekt bezeichnet (Journal of Conflict Resolution, 32 (1988); 776-812).

1.000 Yogische Flieger bringen mehr Sicherheit, als neue Abfangjäger, Panzer und Kanonen

Eine vollkommen "verrückte" Idee - Yogische Flieger, statt militärischer Flugstaffeln. Was das Thema "Krieg" betrifft, gibt es jedoch keine "verrücktere" Idee, als die Tat selbst - das Töten von Menschen. Jede Maßnahme, die dies verhindern kann, ist auf jeden Fall weniger "verrückt". Das einzige entscheidende Kriterium in diesem Zusammenhang sollte daher sein: sind die vorgeschlagenen Maßnahmen wirksam oder unwirksam. Der Beitritt zu einem Militärbündnis kann vielleicht kurzfristig Gewalt durch den Einsatz von noch mehr Gewalt im Zaum halten, langfristig ist es jedoch keine Lösung, um Streß, Aggressivität, Spannungen und Konflikte abzubauen. Mit Hilfe der NATO als Militärbündnis kann vom Konzept her nie eine friedliche Welt entstehen - ganz im Gegenteil, mit den Expansionstendenzen der NATO werden Angst und Aggressivität zunehmen und damit der Keim für neue Konflikte gelegt.
 
Wie schon erwähnt, eignet sich die Frage "NATO-Beitritt" nicht für parteipolitische und wahltaktische Überlegungen; man sollte sich die Dinge in Ruhe überlegen. Vielleicht gelingt es dann auch "verrückte" Ideen - vor allem wenn sie ihre Wirksamkeit auf Grund wissenschaftlicher Studien bereits belegt haben - ebenfalls in die Überlegungen miteinzubeziehen.
 
Die Österreichische Naturgesetz-Partei ist nicht für die Abschaffung des Bundesheeres; aber sie ist dafür, zusätzlich präventive Maßnahmen zu setzen, um dem Entstehen von Gewalt, Konflikten und Kriegen in- und außerhalb unseres Landes vorzubeugen. Dazu empfiehlt die ÖNP die Errichtung einer Expertengruppe von 1.000 Yogischen Fliegern, um Streß und Aggressivität im kollektiven Bewußtsein unseres Landes zu reduzieren und Harmonie und Kohärenz zu fördern. Alle anderen Maßnahmen, die auf militärischer Macht und Waffengewalt beruhen, sind rein symptomatisch und daher auf Dauer gesehen unwirksam. Unsere Zeit erfordert ein neues ganzheitliches politisches Wissen und ein neues vorsorgeorientiertes Sicherheitssystem.

 

Informationen:
Dr. med. Lothar Krenner, prakt. Arzt
Obmann der Österreichischen Naturgesetz-Partei
1010 Wien, Biberstrasse 22
Tel: 5134352, Fax: 5139660
e-Mail: lothar.krenner@telecom.at
Wien, am 16.3.98

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